Geschichte

Geschichte - Fragen an die Vergangenheit

Am Anfang stehen meistens Fragen, ein Interesse daran, wie Menschen ,,früher’’ gedacht und gelebt haben. Um diese Fragen beantworten zu können, kann man die Ergebnisse von Historikern (Geschichtsforschern) nutzen, die ihre Erkenntnisse veröffentlicht haben, unter anderem auch in unseren Schulbüchern.

Oder man macht sich an historischen Orten auf die Suche nach Quellen, die etwas über vergangene Zeiten verraten. Wenn man eine Stadt wie Trier besucht, stößt man schnell auf die Spuren der Römer, z. B. mit der Porta Nigra oder dem Amphitheater. Aber auch Spuren des Mittelalters sind noch zu finden, wenn man auf die Straßennamen achtet, die auf Handwerksberufe hinweisen.

Wenn man in Neuwied unterwegs ist, begegnen einem immer wieder Namen von Personen, die in der Vergangenheit etwas geleistet haben, z. B. Roentgen, und an die man noch heute erinnern möchte. Hin und wieder stößt man auch auf einen so genannten ,,Stolperstein’’, der Erinnerungen an Menschen wach halten soll, die in Neuwied gelebt haben und in der Zeit des Nationalsozialismus ermordet wurden. Geschichte regt also auch dazu an, genau hinzuschauen und aus Fehlern der Vergangenheit in der Gegenwart und Zukunft etwas zu lernen.

 

Es muss aber nicht immer nur um ernste Themen von weltgeschichtlicher Bedeutung gehen.

Lebendig wird Geschichte, wenn man mit Menschen ins Gespräch kommt, die etwas aus ihrem Leben erzählen können, z. B. die Großeltern. Wie war es möglich, einen ,,guten Bohnenkaffee” zuzubereiten, obwohl es weder eine Kaffeemaschine noch einen Vollautomaten gab? Wieso zeigt die Familienphotographie die Urgroßmutter an einem heißen Julitag in einem Sonntagskleid samt Hut und Handschuhen? Wieso ist die Weihnachtspostkarte von Ururgroßonkel Wilhelm so schlecht zu entziffern, obwohl er offensichtlich eine sehr exakte Handschrift hatte?

Sicher seid auch ihr schon auf alte Briefe, Fotos, Münzen oder Gegenstände gestoßen, die Fragen aufgeworfen haben. Vielleicht macht ihr euch auch weiter auf die Suche und lasst Geschichte durch Quellen und Gespräche lebendig werden!

Svenja Kupper

Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7b haben sich zu Hause auf die Suche nach Quellen gemacht und im Geschichtsunterricht ausgewertet. Einzelne dieser Ergebnisse wollen wir hier vorstellen:

 

Nils, Jana, Jasmin und Jana haben Bildquellen mitgebracht und ein Hochzeitsphoto von Nils’ Ururgroßeltern von 1947 genauer betrachtet.

Obwohl das Bild schwarz-weiß ist, kann man die fröhliche Stimmung des Brautpaars gut erkennen. Der Stil von Hochzeitskleidern und Anzügen hat sich im Vergleich zur damaligen Mode zwar verändert, aber dunkle Anzüge, manchmal auch Zylinder, weiße Brautkleider und Blumen haben noch heute Tradition.

 

 

 

 

100 - Mark aus der Weimarer Republik

Der Papierschein stammt von 1920. Auf den ersten Blick erscheint es seltsam, dass die 100 - Mark damals nicht ausgegeben wurden und Niklas den Schein heute noch mitbringen konnte. Er hat genauer nachgeforscht und erfahren, dass es in den 1920er Jahren in Deutschland eine Inflation (Geldentwertung) gegeben hat und das Geld damals wahrscheinlich nicht mehr sinnvoll ausgegeben werden konnte.

Caroline, Julena und Niklas haben weitere Details entdeckt, die auch an heutige Geldscheine erinnern, z. B. das Wasserzeichen, um vor Fälschung zu schützen. Auch der Adler kam ihnen bekannt vor: damals Reichsadler - heute Bundesadler.

 

 

Einige Pfennig- und D-Mark-Münzen hat Ramona mitgebracht. Von 1948 bis einschließlich 2001 war dies die Währung der Bundesrepublik Deutschland.

Das Umrechnen ist recht einfach: Die heutigen 50 Cent - Münzen entsprechen ungefähr einer D-Mark.

 

 

Auf den ersten Blick sieht der Stein, den Max von einem Bekannten seiner Eltern bekommen und dessen Bedeutung er Bilal, Christian und Jan genauer vorgestellt hat, sehr unscheinbar aus. Es handelt sich aber um ein Stück der Berliner Mauer, die von 1961 bis 1989 Ost-Berlin von West-Berlin trennte.

 

 

 

Das Material und die Art des Erhitzens hat sich geändert, aber an der Form lässt es sich noch leicht als Bügeleisen erkennen.


Mit ca. drei Kilo ist es wesentlich schwerer als ein modernes Bügeleisen, da es - wie der Name schon sagt - aus Eisen hergestellt wurde. Der angeschraubte Griff ist allerdings aus Holz, wofür Emilia eine einfache Erklärung hatte: ,,Die Frauen hätten sich beim Bügeln ansonsten die Hände verbrannt.“
Aber wie bügelte man ohne Strom aus der Steckdose? Pascal, Jason, Niclas und Anne Sophie haben entdeckt, dass man am hinteren Teil eine Klappe öffnen kann. Wenn man bügeln wollte, musste man also zuvor das Eisenstück im Ofen erhitzen.

 

Bei Textquellen gibt es manchmal besondere Herausforderungen. Beim Untersuchen eines Stammbaums mussten Jonas, Julia, Ayenda und Daria erst einmal die Sütterlinschrift entziffern.

Ähnliche Erfahrungen machten Darja, Clara und Ruser mit einer Heiratsurkunde, die 1947 in Kasachstan ausgestellt wurde. Beim Übersetzen und Lesen der kyrillischen Schrift haben zuvor die Eltern geholfen.

Svenja Kupper

Geschichte am WHG

Inhaltliche Schwerpunkte in den Epochen orientiert an den Kategorien Herrschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Weltdeutungen sowie Möglichkeiten zur Vertiefung an außerschulischen Lernorten

 

Jahrgang 7

 

 

 

Einführung in das Fach

Vorgeschichte (Steinzeit)

Antike Kulturen im Mittelmeerraum (Ägypten, Griechenland, Rom)

 

Museum Monrepos,

Ägyptisches Museum Bonn,

Römisch - Germanisches Museum Köln

 

 

Jahrgang 8

 

 

 

 

 

Europa im Mittelalter

Frühe Neuzeit

Bürgerliche Revolutionen der Neuzeit

 

Römerstadt und mittelalterliche Stadt Trier,

Festung Ehrenbreitstein Koblenz

 

 

    

Jahrgang 9

 

 

 

 

 

 

Auseinandersetzungen um politische Ordnungen: Von der Monarchie zur Diktatur

Deutsches Kaiserreich,

Demokratie der Weimarer Republik,

Nationalsozialismus

 

NS-Dokumentationszentrum Köln,

Stolpersteine in Neuwied

 

 

 

Jahrgang10

 

 

 

 

 

Deutschland, Europa und die Welt

1945 bis heute

 

Haus der Geschichte der Bundesrepublik in Bonn

 

 

Geschichte in der MSS

 

Epochendurchgang:

Von der griechischen Antike bis zur deutschen Wiedervereinigung 1990

 

Auswahl von außerschulischen Lernorten in der MSS

 

 

Universitätsbibliothek Koblenz

 

 

 

Wege der Literatursuche / Einblicke in wissenschaftliches Arbeiten (in Kooperation mit dem Fach Deutsch)

 

Landeshauptarchiv Koblenz

 

Einblick in die Arbeit von Archivaren (Konservieren, Restaurieren …von Quellen)

 

NS - Dokumentationszentrum Köln

 

Gestapo-Gefängnis und Dauerausstellung

 

Haus der Geschichte der 

Bundesrepublik in Bonn

 

Veranschaulichung deutscher Geschichte von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart

 

Planspiel PO&LIS

 

In Kooperation mit dem Fach Sozialkunde, angeboten durch die Bundeswehr

Sonderausstellungen oder alternative Ziele können die oben angeführten

Lernorte ergänzen oder ersetzen. Die Exkursionen werden in kleinen Projekten vor- und nachbereitet.

 


15.02.17 Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit

27.10.16 Exkursion der Klasse 9c ins NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln
12.07.16 Beliebtester Vorname im Römischen Reich: Lucius
30.05.16 WHG in Verdun – hinter den Kulissen einer Gedenkfeier
06.04.16 Über Geschichte stolpern und nachdenken
14.07.15 Reise ins Land der Pharaonen
02.07.15 Exkursion des Geschichts-Leistungskurses 12GE1 zum Kölner EL-DE Haus
03.06.15 10d Besuch beim EL-DE-Haus
11.-14.2.14 Planspiel Pol&IS- Politik ganz nah!
17.12.13 Salve Treveris
19.12.12 Wie funktioniert Aufarbeitung von Geschichte?