Bildende Kunst

 

Fachbereich Bildende Kunst

 

Der allgemeinbildende Wert des darstellenden Zeichnens wurde schon im 17. Jahrhundert von Comenius und J. Locke hervorgehoben und ebenfalls J.-J. Rousseau und Goethe, der selbst viel zeichnete und malte und sich intensiv mit der Theorie der Farbe auseinandersetzte, waren im 18. Jahrhundert dieser Ansicht.

Der erste schulische Zeichenunterricht fand um das Jahr 1774 in dem von J.B. Basedow gegründeten Gymnasium philanthropinum statt. Somit kann der schulische Kunstunterricht auf eine lange Tradition zurückblicken.

Als vor allem visuell geprägtes Lebewesen erfährt der Mensch seine Umwelt in erster Linie durch zwei- und dreidimensionale Bilder!

Durch das selbstständige Herstellen bzw. Gestalten von Bildern geht neben einem bewussteren, reflektierenden Umgang mit unserer Um- und Innenwelt auch eine Förderung der (Fein-)motorik einher, deren Entwicklung wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge ganz eng mit der geistigen Entwicklung verknüpft ist.

Nicht umsonst lässt sich der Begriff „Bildende Kunst“ auf das Wort „Bildung“ zurückführen und hier ist insbesondere die sogenannte ästhetische Bildung gemeint, eine allseitige Bildung bezüglich des ästhetisch-kulturellen Umfelds, welches der Mensch sich gestaltet und in dem er lebt.

Dementsprechend ist das fachliche Spektrum sehr groß; neben den traditionellen Kunstgattungen Malerei, Grafik, Plastik und Architektur beinhaltet es auch den Städtebau und das Produktdesign sowie den großen Bereich der Medien.

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Kenntnis und Anwendung der entsprechenden praktischen und theoretischen Grundlagen dazu befähigt werden, aktiv und bewusst an der visuell geprägten Umwelt teilzunehmen. Schließlich ist es immer gut „im Bilde zu sein“ und „sich ein (möglichst umfassendes) Bild machen“ zu können.

Neben dem gestalterisch-praktischen Arbeiten, dessen vielfältige Ergebnisse durch die ständige Wechselausstellung im Schulgebäude dokumentiert werden, geht es aber auch um das Verstehen von Kunstwerken. Man sagt: „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“!

Daher müssen die durch unser visuelles System zeitgleich aufgenommenen vielfältigen Informationen zunächst geordnet werden, um sie sinnvoll verbalisieren, analysieren und interpretieren zu können, wobei auch kunstgeschichtliche Aspekte angesprochen werden.

 

   
August 2011 Auszeichnung für Carolyn Gerigk
03.03.2009 Malwettbewerb: WHG-Schülerin ausgezeichnet
30.10.2008 WHG-Schüler stellen aus: Der jüdische Friedhof Niederbieber