Zooexkursion Biologie 13

Ein Zoobesuch ist oft das erste Mal, dass Kinder in direkten Kontakt mit fremden Tieren ferner Kontinente kommen. Da machen sie große Augen, wenn sie die langen Hälse der Giraffen sehen oder das laute Gebrüll eines Löwen hören. Und manche Kinder schaffen es, sich diese erste Faszination für den Rest ihres Lebens zu erhalten. Die Kinder werden älter, gehen in die Schule und wählen selbstverständlich Biologie in der Oberstufe. So ist es sicherlich sehr passend, dass eben jene nun erwachsenen Kinder der MSS13, die 2½  Jahre die Grund- und Leistungskurse im Fach Biologie besucht haben, den Donnerstag vergangener Woche nutzten, um den Frankfurter Zoo zu besuchen. Begleitet wurde die Gruppe von den Biologielehrern Frau Schmitz, Herrn Hilberth und Herrn Schwall. Vor dem Umherbummeln von Gehege zu Gehege standen gleich drei Führungen auf dem Plan, die auch dem Niveau der Abiturientinnen und Abiturienten entsprechen sollten. Sowohl die stammesgeschichtliche Entwicklung der Primaten wurden ebenso von den jungen Guides vermittelt wie auch das Sozialverhalten, Lebensraum und Lebensweise der verschiedenen Arten. Während man zu Beginn der Führungen den Primaten größtenteils beim langsamen Aufstehen zusehen konnte, wurden die Tiere über den Tag immer aktiver. Beeindruckend waren nicht nur die Kletterkünste und die Eigenheiten, die jede Art mit sich bringt, sondern auch, wie nah dem Menschen seine Verwandten (trotz Glasscheibe) tatsächlich sind: Der Blick in die humanoiden Gesichter und die kleinen Feinheiten, die die Persönlichkeit eines jeden Tieres individuell ausmachen, machten den Betrachtenden klar, wie verhältnismäßig kurz ein paar Millionen Jahre Stammesgeschichte eigentlich sind.

Nach einer Pause zur freien Verfügung, in der sich die Schülerschaft stärken und auch die anderen Tiere des Zoos inklusive einem kurzen Abstecher in den Streichelzoo betrachten konnte, besuchte der Kurs die zweite Attraktion des Tages, das Senckenberg-Museum. Die Hallen, die von Vulkanismus über Paläontologie bis zur Biologie rezenter Arten mit einem immensen Reichtum an naturwissenschaftlichem Wissen gefüllt sind, boten auch Raum für eine Mini-Führung von Herrn Schwall. Dieser wusste von den einmaligen Funden aus der Grube Messel, ca. 30 km entfernt von Frankfurt, viel zu berichten. Die paläontologisch bedeutsamen Schätze dieses Ortes, zu dem gerade die Fossilien von Ichthyosauriern, fischähnlichen Dinosauriern, zählen, konnten im Museum besichtigt werden.

Nach einem sehr informativen und schönen Tag bereiteten sich die Abiturientinnen und Abiturienten auf ihren letzten Schultag vor. Der Dank gilt den Guides des Frankfurter Zoos und natürlich Frau Schmitz, Herrn Hilberth und Herrn Schwall, die diese quasi zur Tradition gewordenen Fahrt allen 13ern bieten und immer wieder mitgestalten.

Jonas Hofmann