Workshop: Energie

Die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 6 besuchten am Freitagmorgen den von Dr. Markus Phlippen geleiteten Energieworkshop. Der unter anderem aus der Sendung „ARD Ratgeber Haus und Garten“ bekannte Dr. Phlippen war im Auftrag der „Deutschen Umwelt Aktion e.V.“ (DUA) und der Kreisverwaltung Neuwied unterwegs. Der studierte Meeresbiologe und Journalist gehört zu einem Team von Umweltpädagogen, die sich zum Ziel gesetzt haben, Schülerinnen und Schüler für die Themen Klimawandel und erneuerbare Energien zu sensibilisieren.

Herr Phlippen gewann schnell die volle Aufmerksamkeit der Schüler. Diese waren nicht nur auf die unbekannten Gerätschaften gespannt, die auf den Tischen lagen, sondern konnten ihre Ideen und Erfahrungen einbringen. Fast jeder hatte Vorstellungen dazu, welche Energieformen Menschen nutzen können. Schließlich steht der Kühlturm des Kernkraftwerkes Mülheim-Kärlich immer noch in Sichtweite. Aber was verbirgt sich hinter Kohle, Erdöl, Erdgas, Wind, Solar und Wasserkraft? Nach dem heutigen Morgen wissen die Schüler, dass fossile und erneuerbare Energieträger allesamt auf die Globalstrahlung der Sonne zurückzuführen sind. Der Experte konnte unzählige, einprägsame Beispiele geben. „Dass Erdöl aus verwesten Meerestieren besteht, vergisst jetzt keiner mehr“, war der Kommentar, als es beim Beheizen des Dampfmaschinenmodells im Klassenraum deutlich nach Fisch roch.

Am Dampfmaschinenmodell zeigte der Referent Schritt für Schritt, was nötig ist, damit bei einem konventionellen Kraftwerk durch Verbrennung aus chemischer Energie elektrische Energie entsteht. Allerdings, was einmal verbrannt wurde, braucht Jahrmillionen zur Erneuerung. Ein klarer Nachteil der Fossilen, wie festgestellt wurde. Und dann gibt es auch noch die Abgase aus den Schornsteinen. Dieses CO2 spielt in der Atmosphäre eine wichtige Rolle und verstärkt den natürlichen Treibhauseffekt. Die Folgen des daraus resultierenden Klimawandels, z.B. abschmelzende Gletscher oder lokale Überschwemmungen, veränderten die Vorstellungen der Sechstklässler und werden diese in der Zukunft beschäftigen.

Der Experte bot den Schülern an diesem Morgen noch sehr viele weitere Mitmacherfahrungen, z. B. bei Experimenten zum Stromkreis und zur Solarzelle. Einige einprägsame Beispiele werden den Schülern vielleicht in Erinnerung bleiben, seien es die neuentstandene Kreuzung zwischen Polarbear und Grizzly, oder dass Albert Einstein den Nobelpreis für die Erklärung des lichtelektrischen Effektes erhielt und nicht für die viel populärere Relativitätstheorie. Vor allen Dingen bot dieser Morgen eine Möglichkeit, Ordnung in die vielen kursierenden Schlagworte zum Thema Umweltschutz zu bringen. Ein wichtiger Schritt, um sich eine eigene Meinung bilden zu können.

S. Schäfer