"Wir sind Klasse!"

"Den Ball in die Luft werfen und dann wieder in der Mitte auf dem Ring auffangen" – die Antwort auf die Frage, welche die schwierigste Übung am Klassentag war, war immer die gleiche. Hierbei ging es darum, einen Ball auf einem Ring zu balancieren, um den Seile wie die Speichen eines Fahrrades gespannt waren. Jeder Schüler musste zwei Seile genau so halten, dass der Zug nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach war. Die Übung war in verschiedene Anforderungsstufen gestaffelt: Zunächst musste der Ball nur auf dem Schulhof hin- und hertransportiert werden, danach hoch auf die Tischtennisplatte und wieder runter. Zuletzt ging es durchs ganze Treppenhaus in den eigenen Klassenraum.

 

In der anschließenden Reflexion erkannten die SchülerInnen, dass Kooperation bedeutet, zusammen zu arbeiten und nicht gegeneinander. Erfolg kann nur gemeinsam erreicht werden oder gar nicht, Einsatz und Engagement von allen ist gefragt – "an einem Strang ziehen" ist eben manchmal nicht nur sprichwörtlich gemeint.

In einer anderen Übung wurde nonverbal kommuniziert – nur mit Hilfe von Gesten und Augenkontakt mussten die Schüler sich über zuvor gezogene Zahlen austauschen und dann in der richtigen Reihenfolge entlang eines Zahlenstrahls aufstellen. Wichtig war hierbei, miteinander in Kontakt zu treten und sich aufeinander einzulassen – auch wenn man sich bisher vielleicht eher aus dem Weg gegangen war.

Den eigenen Platz in der Gruppe zu finden – auch dazu  gab es eine Übung. Die SchülerInnen durften sich wie in einem 2-D-Rubicwürfel nur jeweils um ein Feld bewegen – so lange, bis jeder seine zuvor gezogene Platznummer richtig eingenommen hatte. Bei diesem Problemlösespiel zeigte sich, dass auch ruhigere und zurückhaltende SchülerInnen in der Gruppe eine wichtige Rolle spielen, wenn sie sich trauen, ihre Meinung (auch mal gegen die Stimmen anderer) zu vertreten.

Zum Abschluss des Klassentages gab es jeweils ein gemeinsames Mittagessen in der Mensa, bei dem alle TeilnehmerInnen gerne zugriffen. (Danke an die Mensa für die leckeren Spaghetti und den Salat!)

Das Echo der SchülerInnen und die Rückmeldung an die ÜbungsleiterInnen (Frau Schäfer, Frau

Schmidt, Frau Fricke-Schmidt, Frau Kiefer, Herr Paddags, Frau Blum und Frau Osenberg) war durchweg positiv - verbunden mit der Bitte, einen solchen "Ausnahmetag" für die Klassen noch einmal durchzuführen.

(C. Osenberg)