Surffahrt zum Veluwemeer 2016

Am Morgen des 04.09.2016 fanden sich 33 hoch motivierte Schüler und 3 noch motiviertere Lehrer am Werner- Heisenberg- Gymnasium zusammen, um den Weg weg vom tristen Grau und hin zum blauen Veluwemeer anzutreten; mit der Aussicht auf entspannte Radtouren, Abendstunden am Lagerfeuer und –nicht zu vergessen- perfekte Windbedingungen, um des Windsurfen Meister zu werden. Nach einer kommunikativen und amüsanten 5-stündigen Busfahrt erreichten wir das Surfcamp Veluwemeer, wo wir von Campleiter Frank herzlich empfangen wurden.

Nach einer kurzen Orientierung ging es auch schon in Neoprenanzügen zur „Boardgewöhnung“ ins Wasser - und nach wenigen Minuten standen wir bereits auf den Surfbrettern. Später wurden wir von der ersten Kochgruppe kulinarisch verwöhnt: Spaghetti mit Tomatensoße  - inklusive Fitnesssalat, damit wir top-fit in die Woche starten konnten. Den Abend ließen wir unter dem traumhaften Sternenhimmel mit Vorfreude auf den nächsten Surftag ausklingen.

(Eva Blum, Kim Brüggemeyer, Jasmin Kohlmann, Amrei Müller, Jana Pfefferkorn, Clara Schubert, Caren Schulz)

Die erste Nacht war, angenehmer als die Betten vermuten ließen, durchgestanden, nur um aus dem kleinen Hüttenfenster nichts als Regen zu sehen. Während Regenschauer auf dem Frühstückszelt niedergingen und sich der Regen auf dem Platz  zu Pfützen sammelte, bereiteten wir uns schon mental darauf vor, dass die Kursfahrt ein Reinfall werden würde. Doch dann geschah etwas, womit niemand gerechnet hat. Wie durch Zauberhand verzogen sich die schwarzen Wolken und die Sonne kam zum Vorschein – und verschwand auch nicht wieder! Nur der matschige Platz erinnerte noch an das schlechte Wetter vom Morgen.

Nachdem wir uns dann endlich in die noch nassen Neoprenanzüge gezwängt hatten, konnte die Kursfahrt dann richtig losgehen. Es wurde gesurft (wenn auch mit ziemlich wenig Wind, aber dafür Sonne), Kanu gefahren, Seetangschlachten ausgetragen, gekocht (mehr oder weniger gut) und viel gelacht. Dieser Tag war der Einstand für eine unvergessliche Woche mit viel Sonne und Spaß.

(Felix Breidbach, Jonas Effert, Jan Krämer, Vincent Lessing, Philipp Matery, Paula van Well)

Am Dienstagmorgen fuhren wir mit dem Rad in getrennten Gruppen in das ca. 9 km entfernte historische Städtchen Elburg, wo wir die Zeit nutzten, um dieses kennenzulernen und leckeren holländischen Kibbeling zu essen. Unterdessen begann die im Camp gebliebene Gruppe mit dem Surfkurs, die leider feststellen musste, dass es sich ohne Wind schwer windsurfen lässt. Dennoch lernten wir das Anluven und Abfallen und die schnelle Wende kennen.

Nach dem Surfunterricht kam es auf der schwimmenden Plattform des Surfcamps zu einer ungeplanten, aber dafür umso ausgiebigeren Schlammschlacht. Nachdem auch die letzten Algen aus dem Haar entfernt waren, gab es die legendärsten Wraps mit Reis und einer Fülle von weiteren schmackhaften Zutaten zum Abendessen. Diesen schönen Tag rundeten wir gemeinsam mit Gitarre und Gesang am gemütlichen Lagerfeuer ab.

(Louisa Barg, Diana Günter, Franziska Lehnert, Melanie Martens, Anne Mock, Chantal Schulze)

Ein schöner und sonniger Mittwochmorgen erfüllte das Surfcamp. Die Vögel und das Trommeln der Frühstücksgruppe weckten den Rest der Surfer zur morgendlichen Stärkung und kurzen Besprechung über die Planung des anstehenden Tages. Danach ging jede der beiden Gruppen ihrem täglichen Vorhaben nach: die einen gingen surfen oder Kanu fahren, die anderen Shisha rauchen oder sich ausspannen.

Gegen Nachmittag wurden die Schüler nun auf die am nächsten Tag folgende Theorieprüfung von den Surflehrern vorbereitet. Heute stand der Segelaufbau und die Windlehre auf dem Lehrplan. Nach ca. einer Stunde pauken und ausprobieren ließ der Höhepunkt des Tages auch nicht mehr lange auf sich warten: während sich die Kochmannschaft an das Abendessen machte, begab sich eine kleine Gruppe in Richtung Campingplatz. Dort warteten die Surflehrer, um uns eine extremere Version des Wassersports zu zeigen: Sofa-Surfing! Ein kleines 3-Mann-Luft-Sofa, welches von einem Motorboot gezogen wird, sollte uns nun durch die Welle schleudern. Ein Riesenspaß!!

Nach ca. einer halben Stunde wellenbrechen ging es dann auch wieder zurück, um das Festmahl zu genießen. Unsere eifrigen Köche zauberten uns Reis mit Putenfleisch und Sahnecreme. Der Rest des Tages wurde am warmen Lagerfeuer mit Gitarrenmusik und Black-Stories verbracht. Alles in allem ein sehr gelungener Tag!

(Sven Asbach, Emre Dös, Dominik Eslam, Nils Gersdorff, Jonas Himanek, Aron Israel, Noah Löwenstein)

Bisher lässt der Bericht vermutlich eher das Gefühl eines Urlaubs als einer Schulfahrt aufkommen, doch statt Museen zu besichtigen, wovon es am Veluwemeer vermutlich auch nicht viele gibt, stand für uns eine Prüfung auf dem Plan. Am Donnerstag konnte sich jeder Surfkursteilnehmer einer praktischen und theoretischen Prüfung stellen, um den Grundschein im Windsurfen zu erlangen. Dieser berechtigt zum Windsurfen ohne dabei Teilnehmer eines Kurses zu sein und bescheinigt, dass der Inhaber die Grundmanöver beherrscht und über Basiswissen im Bereich des Befahrens einer Wasserstraße, wie beispielsweise Vorfahrtsregeln, und des Windsurfens verfügt.

Nachdem der Surfkurs durch den fehlenden Wind bislang wenige Übungsmöglichkeiten bat, war sich niemand ganz sicher, wie nun die Prüfung aussehen sollte. Glücklicherweise kam am Donnerstagmorgen, nach anfänglicher erneuter Flaute, tatsächlich zum ersten Mal in dieser Woche etwas mehr Wind auf. Viele stellten fest, dass surfen unter den richtigen Bedingungen direkt viel mehr Spaß macht, auch wenn man das Segel besser festhalten und das Gleichgewicht schneller regulieren muss. In geschätzt einer Stunde galt es nun einigermaßen Windsurfen zu lernen. Im Anschluss an einige Übungen sollten zwei Bojen in Form einer Acht umfahren werden. Wer diese Aufgabe halbwegs zufriedenstellend meisterte, hatte die praktische Prüfung bestanden. Vielen wurde dies erst im Nachhinein klar, denn die Prüfung wurde von den Surflehrern nicht angesagt und der Parcours musste auch nicht einzeln durchfahren werden. Vielmehr tummelten sich alle um die Bojen, wodurch man gelegentlich mehr darauf achten musste Zusammenstöße zu vermeiden, als der Route zu folgen. Die praktische Prüfung gestaltete sich demnach sehr locker und durchaus machbar.

Vor der Theorieprüfung am späten Nachmittag nutzten viele die Zeit zum Lernen des Theoriestoffs, andere waren fasziniert vom Surfen mit Wind und blieben noch ein wenig draußen auf dem Veluwemeer. Das Wetter spielte auch an unserem letzten Tag in Holland hervorragend mit und versorgte uns mit ausreichend Sonnenenergie.

Unter anfänglich strenger Beobachtung der Lehrer und weniger strenger Beobachtung der Surflehrer schrieben wir anschließend unsere „Klausur“. Die Theorieprüfung bestand aus vier DinA 4 Seiten mit Fragen oder Beschriftungsaufträgen. Sie fand im überhitzten Aufenthaltszelt statt, wir mussten uns tatsächlich an den Tischen verteilen und es gab unterschiedliche Prüfungsbögen. Dennoch schaffte es niemand durchzufallen.

Das Abendessen fand an diesem Abend draußen statt. Wie es sich für einen letzten Abend gehört, gab es ein Festmahl mit Gegrilltem, Bratkartoffeln und Salat in rauen Mengen. Die Küchenhütte glich zwischenzeitlich einem asiatischen Schnellimbiss. Durch die Zubereitung von etlichen Kilo Bratkartoffeln entstand ein dichter Dunst, der aus Tür uns Fenster drang und atmen im Inneren der Hütte schwierig machte. Das sollte jedoch kein Hindernis sein und dem Zuspruch nach zu urteilen kamen die Bratkartoffeln gut an.

Das gemeinsame Essen sollte allerdings nicht der Abschluss des Abends sein. In bunt zusammengewürfelten und abenteuerlich aussehenden Kostümkombinationen holten uns die Surflehrer ab und führten uns unter ständigen „Ommm“-Rufen zu einer Wiese am Wasser. Dort wurde eine nicht vollständig ernst zu nehmende Ansprache gehalten und die Prüflinge wurden durch die traditionelle Surfertaufe in die Gemeinde der Windsurfer aufgenommen.

Nach der Rückkehr machten es sich alle an den Hütten, am Strand oder am Lagerfeuer gemütlich und genossen den Abend, um am nächsten Morgen unausgeschlafen aber glücklich die Heimfahrt anzutreten.

(Marius Grzembke, Felix Herrmann, Maximilian Korb, Joshua Paulissen, Marcel Pesch, Sebastian Seifert, Jens Sterzel)