Surffahrt 2015 - stürmische Tage in Holland

Im Zeitraum vom 13. bis 18. September war die jährlich stattfindende Surffahrt der MSS13 an das Veluwemeer in den Niederlanden. Begleitet wurden die 22 Schülerinnen und Schüler von Frau Weigel und Herrn Selt. Es erwartete alle Teilnehmenden eine Woche voller Aktivitäten. Neben dem praktischen und theoretischen Surfkurs auch weitere Freizeitangebote sowie die Selbstverpflegung durch Kochgruppen, die für die jeweiligen Tage für das leibliche Wohl sorgten.

Über die Fahrt hinweg fertigten diese Gruppen Tagesberichte an, welche hier nun präsentiert werden:

 

Sonntag, der 13.09.2015

Nachdem wir die erste Schulwoche nach den Sommerferien hinter uns gebracht hatten, trafen wir uns am frühen Sonntagmorgen vor der Schule, um gegen 8.30 Uhr mit dem Reisebus nach Holland aufzubrechen.

Gegen Mittag kamen wir am Surfcamp an, wo wir dann vom Camp-Chef Frank empfangen wurden, der uns dann auch sofort mit den Regeln und Gepflogenheiten des Camps vertraut gemacht hat. Nach dem Beziehen der Hütten wurde es dann auch schon ernst: die Surflehrer Eric und Sebastian teilten uns  Surfmaterial und Neoprenanzüge aus und empfingen uns im Wasser, um uns durch Gleichgewichts- und Koordinationsaufgaben mit den Surfboards vertraut zu machen.

Nach dieser Brettgewöhnung wurde das erste köstliche Essen vorbereitet. Es gab leckere Hotdogs, so dass auch alle nach diesem anstrengenden Tag zufrieden waren (bis auf die Vegetarier).

Abschließend haben wir den Abend mit Gesang und Gitarre am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Bastian Jakobs, Dennis Hess, Yannik Bay, Jonathan Rummel, Gian Luca Buchholz

 

Montag, der 14.09.2015

Am Montag fand nach einigen kurzen Informationen zum Rigg, bestehend aus Segel, Mast und Gabelbaum, unsere erste richtige Surfstunde statt. Die erste Gruppe ging um 10.00 Uhr bei für Anfänger optimalen Windbedingungen aufs Wasser.

Die zweite Gruppe folgte dann um 12.30 Uhr. Doch plötzlich schlug das Wetter um, der Wind frischte auf, wodurch die zweite Gruppe schon nach einer knappen Stunde an Land gehen musste, wobei  bei allen der Adrenalinpegel anstieg, als es darum ging sicher über die tiefe Fahrrinne zurückzukommen! Da der starke Wind nicht nachließ, konnten wir nur noch phasenweise in der sicheren Bucht vor dem Camp surfen.

Die Zeit bis zum Abendessen wurde durch Volleyball- und Basketballspielen überbrückt. Zum Abendessen gab es Nudeln mit selbstgemachter Tomaten- bzw. Bolognesesauce und Vla zum Nachtisch.

Tobias Boschmann, Wiebke Elberskirch, Lara Niggemann, Michelle Zang

 

Dienstag, der 15.09.2015

Am dritten Tag kamen wir verschlafen aus unseren Betten und mussten nach dem Blick auf die Wind- und Wettervorhersage, die Frank jeden Morgen aushing, feststellen, dass der Tag wettertechnisch sehr stürmisch und abwechslungsreich ausfallen würde.

Nach dem Frühstück mussten wir zunächst einmal auf eine Rückmeldung unserer Surflehrer warten, ob das Surfen für uns überhaupt möglich war, aber trotz des starken Windes konnten wir mit etwas Verspätung in unseren Gruppen mit dem Programm starten. Dies gestaltete sich allerdings als recht schwierig, doch die meisten konnten mit Ausdauer und zunehmender Erfahrung die ersten Erfolge beim Steuern und Wenden verzeichnen.

Müde und hungrig schmeckten uns die Nudeln mit selbstgemachtem Pesto und Salat, die es zum Abendessen gab, besonders gut. Den Abend ließen wir dann mit Gesellschaftsspielen, wie z.B. „Phase 10“ oder „Werwolf“ ausklingen.

Marianna Krutz, Sophia Schneider, Lennart Häger, Michael Meurer

 

Mittwoch, der 16.09.2015

Heute Morgen war das perfekte Wetter zum Windsurfen – jedenfalls für die, die es können. Denn bei sechs Windstärken und mehr sind die meisten von uns fast nur ins Wasser gefallen. Einige haben aber auch außerhalb des Kurses jede freie Minute zum Üben genutzt, um diese Bedingungen voll auszunutzen und sich auf die praktische Prüfung vorzubereiten.

Am Nachmittag gaben uns dann die Surflehrer auch den ebenso wichtigen theoretischen Unterricht im Gemeinschaftszelt, die dort gelernten Grundlagen wurden anschließend auch von den meisten Schüler(inne)n für die schriftliche Prüfung am Donnerstag fleißig gelernt. Dabei half das Durcharbeiten des von der Surfschule ausgegebenen Surfheftes.

Mit kleiner Verzögerung gab es dann selbstgemachte Hamburger mit Salat, die die Wartezeit jedoch definitiv wert waren.

Patrick Borzyk, Jonas Hofmann, Marcel Peters, Jens Sterzel

 

 

Donnerstag, der 17.09.2015

Wir alle haben den fünften Tag heil erreicht! Dies war nicht voraussehbar, weil sich ab und zu einige von uns in der von Luxusyachten befahrenen Fahrrinne länger als nötig aufgehalten haben, was nicht ungefährlich ist.

Heute stand zunächst die praktische Prüfung an. Bei gutem Wind, aber starken Regenschauern musste eine Acht mit den entsprechenden Manövern um zwei Bojen gefahren werden, was schließlich auch allen gelang, so dass jeder, der sich zur Prüfung angemeldet hatte, die Prüfung auch bestand (Applaus)!

Zur Feier des Tages hatten einige Schüler(innen) die Ehre mit Profi-Surfer Hr. Selt nochmal über die gefährliche Fahrrinne zu düsen. Doch plötzlich drehte der Wind und ließ unerwartet schlagartig nach, so dass es einige Zeit dauerte, bis auch die letzten Surfer wieder am Strand ankamen.

Nachdem sich alle wieder im Camp eingefunden hatten, stand die theoretische Prüfung an, die unter Abiturbedingungen geschrieben wurde: keiner redete miteinander und keiner traute sich zu schummeln! Trotzdem bestanden alle auch diese Prüfung (Applaus)!

Danach gab es ein ordentliches, deftiges Grillessen der feinsten Art, aber die schwerste Aufgabe des Tages stand uns noch bevor: SPÜLEN! Mit tatkräftiger Unterstützung der Jungs wurde auch diese Prüfung souverän gemeistert.

Danach ging der letzte Abend mit gemischten Gefühlen am Lagerfeuer zu Ende. Auf der einen Seite freuten sich alle auf ihr eigenes Bett, aber auf der anderen Seite wurde einem bewusst, dass die tolle Zeit viel zu schnell vorbeigegangen war.

Ann Kristin Thiel, Saskia Arzheimer, Therese Löbbert, Laura Zorn, Nadine Albrecht

Insgesamt war es eine sehr schöne, von Aktivitäten und gelebter Gemeinschaftlichkeit geprägte Fahrt, und definitiv jeden Aufwand wert. Besonders bedanken möchten sich alle Teilnehmenden bei Frau Weigel und Herrn Selt für ihr Engagement und ihre Entspanntheit über die gesamte Woche hinweg.

Hang loose!

Einleitung und Schluss: Jonas Hofmann