Skifreizeit nach Österreich: Zell am See

Am 26. Januar bestiegen wir früh morgens unseren Reisebus und starteten zum Skiprojekt im Rahmen der Sportausbildung in der Oberstufe Richtung Zell am See. Im Gepäck waren außer einer Menge Skiern, Stöcke und Skischuhe auch vier Skilehrer und 38 skifreudige Schülerinnen und Schüler. 
 
Unsere Unterkunft war ein schöner Gasthof namens Kirchenwirt in St. Georgen, wo wir uns nach unseren täglichen Abfahrten jeden Abend in unsere frisch gemachten Betten sinken ließen. Die Zimmer waren praktisch eingerichtet und boten alles, was einem erschöpften Skifahrer Freude macht, vor allem eine Heizung für die nasskalten, verschwitzten Anziehsachen! Unsere Abende verbrachten wir sehr gerne in der gemütlichen Kneipe unseres Gasthofes und tauschten uns über die spannenden Erlebnisse des Tages aus.
 
In der Woche führten uns abwechselnd Herr David, Herr Horn, Frau Tantow und Frau Wittig sicher durch das Skigebiet der Schmittenhöhe. Dazu wurden wir in vier Gruppen aufgeteilt. Es gab die Könner, die Fortgeschrittenen, die Super Racer Beginner (am dritten Tag auf Skiern wurde bereits schwarze Pistenluft geschnuppert) und die Racer Beginner.
Die Skitage waren für alle ein großes Vergnügen. Auch wenn es anfangs mal schneite und am Ende stürmte, so genossen wir doch auch viele Sonnenstunden und grandiose Ausblicke vor der imposanten Kulisse der bis zu 40 dreitausend Meter hohen Bergen. Quer durch alle Gruppen waren kleinere Stürze an der Tagesordnung, führten allerdings nie zum Verdruss oder zur Verlangsamung der Geschwindigkeiten (Top Speeds von fast 90 km/h waren häufig). Besonders Herr Horn sorgte mit seiner pfeilschnellen, rennfahrergleichen Fahrtechnik regelmäßig für lange Gesichter bei den Besten unserer Gruppe und am Abend konnte man regelmäßig hören, wie die Jungen es wieder nicht geschafft hatten, ihren „Meister“ zu knacken.
 
Am Mittwochabend fuhren wir alle mit unserem Reisebus in die BaumBar Disco. Am Anfang war die Stimmung noch etwas verhalten, da wir gespannt waren, wie die Österreicher in der Disco feiern. Würden wir nur Almjodel hören? Nachdem wir die Clubtür geöffnet hatten und uns ein tiefer Bass in den Ohren lag, wurden die müden Skibeine jedoch quicklebendig und nach und nach zog es jeden auf die Tanzfläche. Im allgemeinen Tanzrausch erschien auf einmal Herr Horn mit Frau Tantow und lieferte unter lautem Beifall eine bemerkenswerte Tanzeinlage ab!   
 
Leider musste schon am ersten Tag ein Schüler mit einer Schnittwunde am Bein kurz nach dem Mittagessen von der Pistenrettung abgeholt werden. Er konnte zwar nicht mehr Ski fahren, dafür aber die Woche in den Bergen zu Fuß noch genießen. Zu ihm gesellte sich am Dienstag noch eine leicht verletzte Mitschülerin sowie am vorletzten Tag noch ein Mitschüler mit lädiertem Arm. Aus der Not wurde eine Tugend gemacht und so konnten sich die Drei beim Kaffee- und Tee-Genuss über die warme Bergstation und entspannende Wanderungen (ohne drückende Skischuhe !) freuen.
 
Auf der Rückfahrt hörte man zwischen der Filmmusik von James Bond- Ein Quantum Trost und Star Treck immer wieder Getuschel, was auf interessante Gespräche und spannende Erzählungen schließen ließ. 
 
Fazit: Es war eine wunderschöne Woche, die es jedem von uns ermöglicht hat, die Reise in die Berge voll auszukosten und seine Skikünste zu verbessern oder die ersten Kurven im Schnee zu vollführen und die Faszination des Skisports zu spüren.
Benedikt Mandelkow