Museum König - Exkursion des Stammkurses BIO3

„Natura est artis magistra“ – „Die Natur ist die Meisterin der Kunst“  lautete eine der Inschriften, die uns, den Stammkurs BIO3, Herrn David und Herrn Hülse am Donnerstagmorgen im Museum König in Bonn begrüßten. Und tatsächlich waren wir von der künstlerisch anmaßenden Vielfalt der Natur begeistert, die uns durch etliche Exponate in Echtgröße präsentiert wurde.

Nachdem wir erste Eindrücke gesammelt hatten, führte uns Herr Doktor Gassmann durch verschiedene Bereiche der Ausstellung, die sich in die Lebensräume Savanne, Mitteleuropa, Wüste, Arktis und Antarktis unterteilt. Er setzte den Schwerpunkt seiner Erläuterungen, passend zu unserem aktuellen Unterrichtsthema, auf die ökologischen  Aspekte. Wir starteten die gut einstündige Führung an dem Skelett eines Riesenhirschs, der im Eiszeitalter Teile Mitteleuropas besiedelte.  Anhand dieses Exponates, dessen Skelett auf Grund seines Fundes in torfigen Böden bräunlich gefärbt war, erhielten wir bereits evolutionstheoretische Einblicke und konnten unser Wissen zu Klimaregeln und Co. anwenden und somit festigen. Auch die Exponate des Polar- und des Wüstenfuchses, sowie die verschiedener Pinguinarten gaben die Möglichkeit, sich von dem Wahrheitsgehalt der Klimaregeln zu überzeugen, die jedoch lange nicht auf alle homoiotherme Tiere bezogen werden können. Neben diesen allseits bekannten Gesetzmäßigkeiten erfuhren wir unter Anderem von den Anpassungen des Eisfisches, dessen Körperzellen auch bei Wassertemperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht platzen und von der Seeschwalbe, die zwischen dem Lebensraum Arktis und Antarktis wechselt und extreme Flugstrecken zurücklegt. Nachdem wir in der Savanne noch das „Etagenfressen“  als Beispiel der Konkurrenzvermeidung erklärt bekamen, machten wir uns in zuvor eingeteilten Kleingruppen auf Expedition in die uns zugeordneten Lebensräume, dem Thema der anstehenden Kurzreferate.

Am Ende blieb auch noch Zeit sich über  moderne Forschungsmethoden zu informieren, die eindrucksvollen Käfersammlungen zu betrachten oder auch sich in das betretbare Iglu zu zwängen, um einen Eindruck von dem Leben in einer solchen Behausung zu gewinnen. Alles in allem war es ein interessanter Ausflug, der uns erstaunliche Einblicke in verschiedenste Ökosysteme geliefert hat und eine gute Ergänzung zu dem bevorstehenden Bettenfeldpraktikum ist. Vielen Dank an Herrn David und Herrn Hülse!

Lisa Krause