Mathematik zum Anfassen

Heute fand eine gemeinsame Exkursion aller Mathematik-Leistungskurse der Jahrgangsstufe 11 zum Mathematikum nach Gießen statt. Es handelt sich hierbei um das weltweit erste mathematische Mitmachmuseum. Die Stärke des Mathematikums ist die Präsentation wissenschaftlicher Phänomene in Form von interaktiven Experimenten. Durch die Initiative von Professor Albrecht Beutelspacher, der sich schon immer dafür einsetzte, Mathematik einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln,  konnte dieses Museum 2002 eröffnet werden.

Auf gut 1200 m² Ausstellungsfläche stehen dort über 150 Experimente zur Verfügung, die zu vielen wichtigen Themen des Mathematikunterrichts passen. Es gibt Exponate zu den Bereichen Zahlen, Rechnen, Funktionen, Formen, Muster, Körper, Perspektiven, Kegelschnitte, Kurven und Flächen, Kombinatorik, Codes, Optimierung sowie Zufall und Wahrscheinlichkeit. Man kann dort Puzzles legen, Brücken bauen, sich unendlich oft spiegeln, Seifenhautexperimente durchführen, Kugelwettrennen veranstalten und vieles mehr.

Im Mathematikum finden auch häufig Sonderausstellungen statt, wie jetzt gerade die Ausstellung „Wege – zwischen Start und Ziel“. Jeden Tag gehen wir auf Wegen, Straßen oder Pfaden, ohne viel darüber nachzudenken. Ein Weg ist aber nicht nur der Untergrund, auf dem wir gehen. Wir haben auch mit Wegen zu tun, wenn wir uns mit Hilfe von Karten orientieren, Zug fahren, Fußball oder Schach spielen. In der Ausstellung kann man die verschiedensten Arten von Wegen entdecken und erleben. So unterschiedlich wie die Wege selbst, sind auch die Experimente. So kann man an einer Station ausprobieren, wie man mit beschränkter Transportkapazität Waren möglichst effizient ans Ziel bringt.

Martina Post, Barbara Schütt-Kerber