Lausanne: Fabian Mohr erhielt Pierre-de-Coubertin-Auszeichnung

Lausanne, 21.7.2016: Ein besonderes Ambiente war es schon; Sonne, der Genfer See mit Alpenpanorama, der Park vor dem Olympiamuseum im weiten Anwesen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Mit dabei Fabian Mohr (MSS 11), der zusammen mit 12 Jugendlichen aus Rheinland-Pfalz und seinen Sport-Partnerregionen Burgund und Komárom-Esztergom (Ungarn) mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille ausgezeichnet wurde.

2013 hatten der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB) und seine burgundische Partnerorganisation „Amicale Européenne des Sports“ mit Unterstützung durch das deutsch-französische Jugendwerk das Projekt gestartet, Schülerinnen und Schülern aus europäischen Regionen, die im Sport Verantwortung übernommen haben, in der Partnersprache gute Leistungen zeigen und in Schule und Verein für andere engagiert sind, auf Vorschlag ihrer Schule mit der Pierre-de-Coubertin-Medaille auszuzeichnen. In diesem Jahr beteiligte sich erstmalig auch die ungarische Region an dem gemeinsamen Programm.

Christophe de Kepper, directeur général des IOC, hatte in Lausanne trotz eines arbeitsreichen Tages - es galt, Entscheidungen im Zusammenhang mit der russischen Dopingaffäre zu treffen – die Zeit gefunden, einige Grußworte an die Delegation zu richten und die erste der anstehenden Ehrungen vorzunehmen.

Die Laudatio auf Fabian hielt Helmut Loenenbach, Vorsitzender des Arbeitskreises „Internationales“ des LSB: „Ich bin sehr beeindruckt von allen Jugendlichen und ihrem Engagement für die gemeinsame Sache, wobei Fabian ein gutes Beispiel für die Kooperation Schule-Verein - auch ein Projekt des LSB - ist!“

Fabian wurde am WHG mit dem Volleyballsport bekannt gemacht und hat zunächst in den Arbeitsgemeinschaften, dann auch in den Schul- und Vereinsmannschaften trainiert und gespielt. Er wurde in die Bezirks- und Landesauswahlteams berufen und ist derzeit in der Landesligamannschaft Herren des VC Neuwied aktiver Spieler.

Er hat sich zusätzlich zum Schiedsrichter und C-Trainer ausbilden lassen und wendet seine erworbenen Kenntnisse in der Schule als Organisator und Trainer der Volleyballmannschaften und im Verein als Trainer und Abteilungsleiter Jugend an.

„Hervorzuheben ist seine Bereitschaft, immer da zu helfen oder Verantwortung zu übernehmen, wo dies notwendig erscheint, so z.B. im Herbst, als er die Moderation der Jubiläumsveranstaltung zur Kooperation Schule – Verein übernommen hat, fasste Loenenbach zusammen“.

Da Fabian im LK Französisch ist und an allen Frankreich-Austauschprogrammen des WHG teilgenommen hatte, konnte er während der trinationalen Seminarwoche (18. bis 23.Juli) in Lörrach seine Französischkenntnisse gut anwenden. Deutsch-ungarisch-französische Arbeitsgruppen hatten sich, ausgehend von den Ideen Pierre de Coubertins, zu grundsätzlichen und aktuellen Fragen um den Sport informiert, ausgetauscht und ihre Ergebnisse präsentiert.

Ausgehend von der Frage, was Sport für jeden einzelnen bedeute, kam man rasch zu dessen Verbindung mit sozialen Fragestellungen, auch, was Sport bei Integration und Inklusion zu leisten in der Lage ist.

Aktuell in diesem Zusammenhang war auch die Frage, ob es dem olympischen Gedanken förderlich ist, ausländische Olympioniken „einzukaufen“, um zur Selbstdarstellung des eigenen Landes einen besseren Platz im Medaillenspiegel einzunehmen.

Eng damit verbunden war auch die Diskussion, wo die Grenzen medialer, kommerzieller und politischer Vermarktung von Sportereignissen markiert werden sollten. Die Olympischen Spiele 1936 in Berlin wurden als Beispiel hierfür besonders thematisiert.

Die Seminararbeit wurde selbstverständlich auch von einem sportlich-kulturellen Rahmenprogramm im Dreiländereck Deutschland – Frankreich – Schweiz begleitet, was innerhalb der internationale Gruppe zahlreiche Freundschaften entstehen ließ.

Fabian zog beim Abschlussgespräch in der Jugendherberge Lörrach sein Fazit: „Die Woche war ein einmaliges Erlebnis mit dem Höhepunkt in Lausanne. Wir mussten einiges arbeiten, waren aber produktiv, gerade, weil wir einiges schaffen mussten, was andererseits in diesem Umfeld viel Freude gemacht hat. Ich weiß aber, dass ich es meiner Schule verdanke, Volleyball kennen gelernt zu haben und bin für diese Bereicherung dankbar.“

(hw)

Pressemitteilung unter: http://www.lsb-rlp.de/medien/pressemitteilungen/3202-lsb-ehrt-junge-europäerinnen-und-europäer-mit-coubertinmedaille