Kursfahrt Surfen- Am Veluvemeer läuft keiner nackt rum!

15.09.2014: Wir, eine Gruppe von 18 Abiturienten, begleitet von Herrn David und Selt, machten uns nach fünf unglaublich anstrengenden ersten Schultagen in der MSS13 auf, um am Veluvemeer in Holland das Surfen zu erlernen.

Der Schulalltag hatte uns schwer zu schaffen gemacht und auch das Abitur, welches in nicht all zu ferner Zukunft lag, plagte uns mit Sorgen. Um diesen schnellstmöglich zu entfliehen, nahmen wir es auch gerne in Kauf an einem Sonntagmorgen (!) um acht Uhr auf dem Schulhof des WHG zu erscheinen, um dann voller Motivation nach Holland zu reisen. Nach einigen Stunden und Staus kamen wir endlich gegen Mittag im Surfcamp an und wurden freundlich von Frank, dem Campleiter, Erik, unserem Surflehrer, und Fernando empfangen. Wir wurden über einige Regeln und Verbote aufgeklärt und dann dauerte es auch nicht lange und die ganze Truppe fand sich im Wasser, ausgestattet mit Neoprenanzug und Surfbrett, wieder.

Nach anderthalb Stunden Unterricht ging es für uns Schüler wieder zurück an Land, wir erkundeten das Camp auf eigene Faust und trafen uns zu einem leckeren Abendessen, vegetarische Specksuppe, wieder.

Schnell neigte sich der erste Tag dem Ende zu, doch trotz auftretender Müdigkeit ging es für einige von uns noch ans Lagerfeuer. Dort machten wir die Bekanntschaft mit einer netten Sportstudentengruppe aus Mainz, die, wie sich schnell herausstellte, die Woche mit uns im Camp leben würde.

Die nächsten Tage verliefen ähnlich. Es wurde gesurft und sich gesonnt, Volleyball, Boule oder Beachball gespielt und wer wollte, konnte auch außerhalb des Unterrichts aufs Surfbrett steigen. Abends wurde lecker gegessen und danach ging es zum Lagerfeuer auf ein Pläuschen mit den Studenten.

Dienstags ließ der Wind vergeblich auf sich warten und so entschieden sich einige mit Fahrrädern ins nächste Dorf nach Elburg zu fahren. Die anderen, die zurück im Camp blieben, spielten Karten oder bereiteten sich für die anstehende theoretische Prüfung vor.

Die Praxis war für jeden machbar und glücklicherweise bestand diese auch jeder. Bei der Theorie haperte es bei einigen, doch dank Partnerarbeit konnte auch hier jeder bestehen.

Doch um nun als waschechter Surfer anerkannt zu werden, mussten wir vor der Abreise noch getauft werden.

Dafür wurden wir am letzten Abend von einer Scharr Wikinger und Piraten abgeholt und auf einen Hügel gebracht. Dort erwartete uns ein gedeckter Surfaltar. Fackeln unterstützen die magische Atmosphäre.

Zu Beginn wurde das Surfer- Unser gesprochen und wir wurden mittels einer Klobürste mit Wasser bespritzt. Zum Abschluss musste jeder von uns einen geheimen Trank trinken, um danach auch endlich ein Surfer zu sein.

Am 19. September hieß es dann für uns Abschied nehmen und wir machten uns auf den Weg zurück nach Deutschland.

Wir werden diese tolle Kursfahrt mit Sicherheit nicht vergessen und bedanken uns hiermit nochmals bei Herr David und Herr Selt, die uns diese spannenden, schönen und lustigen Tage ermöglicht haben. Wir können uns wahrhaftig als Surfer bezeichnen, in diesem Sinne: Schlucken nicht Spucken!

Annika Becher