Kursfahrt in die Provence

Tag 1 - Exposition

Um vom ersten Tag der Kursfahrt Avignon zu erzählen,
muss man zunächst die Anfangszeit wählen.
Denn die Busfahrt durch die tiefe Nacht
hat uns alle um das Zeitgefühl gebracht.
Mit Busfahrer Manni
war es nicht lustig, aber funny.
Nach der Ankunft gingen wir gemeinsam in die Innenstadt,
obwohl wir waren von der Fahrt noch ziemlich matt.
Dort aßen wir uns an Pizza satt.
Von da aus gingen wir wir zum 'Palais des papes'.
Manch einer trug dabei 'ne Kapp'.
Gesprintet sind wir durch den sakralen Palast,
und das ganz ohne Ruh' und Rast.
Der Schweiß tropfte uns von der Nase,
und der ein oder and're lief in der Hitze sich 'ne Blase.
Nase und Blase wurden schnell gekühlt,
im heimischen Pool, wo jeder wahre Frische fühlt.
Es folgte eine recht entspannte Zeit,
und man hielt gutes Essen für uns bereit.

 
Poesie-Verein Heller Schein

 

Tag 2 - Erregendes Moment

Heute begann in Frankreich ein neuer Tag,
und wir wussten, es wird einer wie jeder ihn mag.
Das petit déjeuner stand unter dem Motto "Fein, aber sehr klein".
Trotzdem sagte zu einem Croissant wirklich niemand "Nein!".
Das Tagesziel hieß 'Arles' und 'Römerfest'.
Sowas begeistert die Lehrer und den Rest.
Zuerst widmeten wir uns der antiken Theaterkunst,
und gleich darauf umwehte uns olympischer Dunst.
Eins bläute sich uns dabei ein:
Marathon kann nicht aus der Antike sein!
Danach gab es Freizeit für jeden.
Im Restaurant fühlten wir uns wie im Garten Eden.
In einer Ausstellung wurden Fotos angesehen.

Dann hieß es: Zum Amphitheater gehen.
Dort lernten wir: Un gladiateur
n'a pas de peur!
Ein paar packten zusammen all ihren Mut,
und kauften sich einen wunderschönen Hut.
Weiter ging's zur Kaiserkrönung.
Da gab's die volle Sonnendröhnung.
Der Bus fuhr wie immer "manni-fique".
Überraschung: Bodenschwellen sind sehr dick!
Lea kickte ein Kind fast in den Pool.
Das fand der Vater gar nicht cool.
Die Trostschokolade hat er prompt verschenkt.
Morgen wird das Kind versenkt!

Poesie-Verein Heller Schein

 

Tag 3 - Höhepunkt

Der heutige Tag war zweigeteilt.
Daran hatten die Lehrer lange gefeilt.
Das Frühstück war wieder ein gutes Fundament.
Danach ging es zu Mannis Bus, den jeder kennt.
Dort wurde gehört "Manni, Manni, Manni" - ein ABBA-Lied,
während Manni die Bodenschwellen erneut nicht mied.
Heute wurden wir nach Marseille kutschiert.
Der Bus hat uns gut hin 'manni-vriert'.
Gewandert sind wir durch die engen Gassen.
Die Atmosphäre dort lässt sich nicht in Worte fassen.
Das Riesenrad war viel zu teuer.
Dem Geldbeutel war dies nicht ganz Geheuer.
In Marseille durften wir durch die Stadt gehen
und viele Attraktionen sehen.
Der Treffpunkt, der hieß 'Lafayette'.
Die Wartezeit war ziemlich fett.
Doch kommen wir zum zweiten Part.
Der begann mit einer Fahrt.
Wir fuhren und fuhren zum größten Highlight.
Lieber Leser: Jetzt ist Zeit für großen Neid!
Denn bereits unser Weg zur Badebucht
kann sicherlich werden zur Aussichtssucht.
Der Ort lud ein zum Verweilen, Schwimmen, Felsen-springen.
"Wie wundervoll!", hörte man aus allen Mündern klingen.
Diese Münder dann zu stopfen,
war es, was wir uns erhofften.
Vorher mussten sie noch singen,
um das Geburtstagskind zum strahlen zu bringen.

Poesie-Verein Heller Schein

 

Tag 4 - Retardierendes Moment

Heute war es Zeit für Sport.
Deswegen ging es zu einem ganz besonder'n Ort.
Doch vorher ging es zu einer Abtei.
Das war echt der letzte Schrei!
Laute Worte waren nicht erlaubt.
Trotzdem hat die Stimmung uns den Atem geraubt.
Es hieß danach: Die 'Manni-schaft' in den Bus nun rennt.
Doch die Kurven waren ziemlich turbulent.
Nun begann der Sport mit Namen 'Kanufahren'.
Dafür sammelten wir uns in großen Scharen.
Mit Schwung ging es ins Wasser rein.
Das fanden manche gar nicht fein.
Alle wurden dabei nass
und hatten einen Riesenspaß.
Gepaddelt wurde Kilometer um Kilometer.
Nun sind wir des Paddelsports beste Vertreter!
Dann haben wir eine Affäre angefangen,
und sind dem Manni einfach fremdgegangen.
Der Partybus hat uns eingenommen mit seiner Macht,
und uns zu Manni zurück gebracht.
Der brachte uns dann nach Gordes.
Von da wollten wir nie mehr fort.
Zuhause haben uns Franzosen besucht.
Der Abend wurde noch ziemlich verrucht.

Poesie-Verein Heller Schein

Tag 5 - Katastrophe

Die letzte Nacht spürten wir noch stark im Nacken,
und dennoch hieß es heute 'Packen'.
Danach gingen wir nochmal in die Stadt,
und sahen uns am schönen Avignon satt.
Wir machten uns auf in die großen Markthallen,
um uns die landestypischen Leckereien zu krallen.
Auch andere Läden wurden gesichtet,
und manch ein Monument abgelichtet.
Die einen gingen noch ins 'musée'.
Die ander'n kauften Gewürze und Tee.
Als es war dann Mittagszeit,
waren alle für den Pool bereit.
Beim Schwimmen, beim Springen, beim Sonnen, beim Tauchen,
gab es wahrlich keinen Grund zu fauchen.
Der Weg zur Chatreuse wurde angenommen nur sehr mau.
Doch begeisterte uns letztlich dieser Bau.
Wir lernten viel über die Mönche und ihr Leben.
Doch nun zum Restaurant - das lag direkt daneben.
Die Portionen dort waren ziemlich klein.
Die Qualität dafür wirklich fein.
Es gab nur wenig Gemecker,
und sogar Manni fand es lecker.
Nachdem alle von unser'n "Tisch-manni-eren" waren angetan,
mussten wir nach Hause fahr'n.
Doch warum trägt dies' Gedicht den Titel 'Katastrophe'?
Das verraten wir in der nächsten Strophe:
Unsere Avignon-Abschlussreise
verdient sich in jeder Kategorie erste Preise.
Dass wir fahren wieder heim,
bringt uns dazu, "manni-sch" depressiv zu sein.
In die Geschichte wird diese Reise eingehen,
und noch in tausend Jahren in allen Geschichtsbüchern stehen.
Tolle Leute, tolle Stimmung, tolles Essen -
diese Tage werden nie vergessen!


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Poesie-Verein Heller Schein (Leonie G., Johannes H. , Lea K., Reimund R., Niklas W., Till F., Bruno M., Saskia K., Julia J.)