Gummibärchen-Forschung

Was braucht man als erstes, um Gummibärchen herzustellen?" Diese Frage wurde zu Beginn des Workshops gestellt. Nein, die Antwort lautete nicht "Gelatine, Zucker, Wasser, Zitronensäure oder Aromen". Die richtige Antwort war vielmehr "Eure Hände!" Und mit diesen wurde dann auch viel gearbeitet: Abmessen, Abwiegen, Kochen mit Siedesteinchen und der richtige Umgang mit heißen Flüssigkeiten – sprich, viele naturwissenschaftliche Arbeitsweisen wurden an den Experimentiertischen eingeübt.

In den zwei Stunden im Schülerlabor wurden die verschiedensten Gummibärchen hergestellt: die "Klassiker" aus Gelatine, aber auch solche aus Agartine, die für Moslems und Vegetarier geeignet sind. Als Geschmacksrichtungen gab es Cola, Eistee, Himbeere, Erdbeere und Pflaume - das Ganze in Herzchen-, Beeren-, oder Würfelform. Immer zwei bis drei SchülerInnen konnten nach eigenem Geschmack Gummibärchenmasse zusammenmischen.

Während der anschließenden Wartezeit, die die Masse zum Festwerden benötigte, wurde dann aus Gummibärchen ein spezieller (und sehr gut schmeckender) Kleber hergestellt, mit dem Tüten geklebt wurden. In diese konnten hinterher die fertigen Gummibärchen eingepackt werden.

Anschließend besuchten wir noch die Dauerausstellung des Deutschen Museums – als Ableger des Deutschen Museums München zeigt es sehr interessante Exponate aus den verschiedenen Bereichen der Naturwissenschaft, u.a. einen Teilchenbeschleuniger, ein Diskussionsmikroskop, mit dem Mutanten der Fruchtfliege Drosophila untersucht wurden oder verschiedene moderne Kunststoffprothesen aus Carbon. Sehr viel Interesse fand auch der originale BMW-Sauber Formel-1-Rennwagen sowie der Dummy, der in einem Autowrack saß. Wer würde nicht gerne mal ausprobieren, wie sich ein ausgelöster Airbag anfühlt? (Ganz schön hart – muss man nicht "in echt" ausprobieren, fanden die meisten).

Zum Schluss gab es noch ein Gruppenfoto vor dem in Deutschland gebauten Hochleistungszug Transrapid, der als Magnetschwebebahn mit 400-500 Stundenkilometern die chinesische Stadt Shanghai mit dem Flughafen Pudong verbindet.

C. Osenberg