Eine Woche Frankreich – eine Menge Unterschiede

Als mein Französischlehrer das „ Anna – Seghers – Programm“ in unserer Klasse vorstellte, war ich zunächst skeptisch. Eine Woche den französischen Alltag und die Schule kennenlernen? Schließlich siegte aber meine Neugier und ich entschied mich an dem Austausch teilzunehmen.

Meine Austauschschülerin, Alexandra, wohnt in Talant. Das ist eine Stadt, die direkt an Dijon, die Hauptstadt der Bourgogne, grenzt. Der erste Unterschied, den ich schon in meiner Gastfamilie feststellte, betraf das Essen: Es gab immer eine „entrée“, also eine Vorspeise, Käse und ein Dessert – selbst in der Kantine.  Und da wären wir schon beim Thema, denn  einer der größten Unterschiede ist natürlich die Schule.  Meine Gastschule war das Lycée Montchapet in Dijon, also eine Schule für Schüler der letzten drei Schuljahre vor dem Abitur, was sicher so manchen Unterschied zu unserer Schule erklärt.  Da die Bourgogne sehr ländlich ist und es dort nicht so viele Lycées gibt, gehört zur Einrichtung auch ein Internat. Ungefähr 1400 Schüler gehen dort zur Schule. Auf dem riesigen Gelände ist außerdem noch ein Collège untergebracht. Das Gebäude ist schon etwas älter und hat mich persönlich etwas an ein Schwimmbadgebäude erinnert.

Der Schultag fängt in Frankreich um acht oder neun Uhr an und endet, nach einem Mittagessen in der Kantine, gegen siebzehn oder sogar achtzehn Uhr. Die Mittagspause ist für gewöhnlich eine Stunde lang. Wenn die Schüler aber länger Pause haben, gehen sie in einen Aufenthaltsraum, in dem es einen Kiosk, Tischkicker und Billardtische gibt.

In keinem Raum der Schule gibt es noch eine Tafel. Jede Klasse hat ein Whiteboard und auf jedem Lehrertisch steht ein PC. Die PCs, die die Schüler in manchen Räumen (Chemie, Bio, …) nutzen, haben eine spezielle Software installiert, zu der jeder Schüler einen individuellen Zugang hat. Dort sind die persönlichen Noten, Hausaufgaben und noch einiges mehr verzeichnet. In dem Lycée wird generell viel mehr mit dem PC gearbeitet  als bei uns. Für die wenigsten Fächer wird ein Buch benutzt oder es ist als Software auf den Rechnern installiert. Ein weiteres Buch, das fehlt, ist das Klassenbuch. Die Klassenliste war, wie fast alles, auch auf den PCs.

Ein weiterer großer Unterschied ist, dass die Schüler von Raum zu Raum wandern, während der Lehrer in seinem Raum  bleibt und auf die nächste Klasse wartet. Am Anfang der Stunde wird die Klasse nicht, wie bei uns, vom Lehrer begrüßt. Die Begrüßung fehlt dort ganz.  Während des Unterrichts gab es selten Meldungen. Die Schüler wurden entweder vom Lehrer aufgerufen oder sagten einfach in die Klasse, was sie dachten, aber nicht in allen Fächern. Vom Unterrichtsstoff scheinen die Franzosen in den meisten Fächern hinter uns Deutschen zu sein.

Überraschend war für mich auch der Umgang mit dem Handy: Auf dem gesamten Gelände der Schule darf man sein Handy benutzen – ganz anders als bei uns.

Letztendlich kann ich sagen, dass der Austausch für mich eine tolle Erfahrung war, die ich immer wieder machen würde.

Lisa Simolka, 10a

 

Entre la France et l’Allemagne on remarque plusieurs différences. A l’école, par exemple, en France après une heure de cours on change de salle alors qu‘en Allemagne on reste dans la même salle et le professeur vient pour le prochain cours.
En France, le midi, on mange à la cantine, alors qu’en Allemagne il n‘y a pas de vraie cantine.

En France, les cours durent 55 minutes. En Allemagne, les cours durent 45min.En Allemagne, il y a une pause tout les deux cours, en France, les récréations sont à des heures précises, et il y en a 2 ou 3.Pour l’alimentation, le soir les Allemands mangent moins que les Français.Dans la vie courante, les touches des claviers d’un ordinateur ne sont pas les mêmes, par exemple (le „q“ et le „a“ sont inversés, ainsi que le „ö“ et le „m“).
Les feux sur la route, à l’arrêt passent en Allemagne du rouge à l’orange puis au vert, alors qu’en France, les feux passent directement du rouge au vert.

Alexandra Lauru, Talant, Bourgogne