Chinesisch-AG ab dem Schuljahr 2016/17

Das WHG bietet ab dem nächsten Schuljahr eine Arbeitsgemeinschaft Chinesisch an. Der genaue Termin steht noch nicht fest, wird dann aber mit den Teilnehmer der Chinesisch-AG einvernehmlich vereinbart. Herr Joachim Vockel leitet die Chinesisch-AG.

Herr Vockel studiert derzeit im Vorruhestand an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn „Asienwissenschaften mit dem Begleitfach Chinesisch“. Er hat im August 2013 den Anfänger-Sprachkurs des Chinesischen an der Beijinger Sprachen-Universität absolviert und war im Februar 2014 in Beijing, Shanghai und Nanjing unterwegs.

Die Doppelstunden pro Woche der Chinesisch-AG bestehen im Regelfall aus „Phonetik“ sowie der „Chinesische Schrift und Kultur“. Damit werden die beiden Hauptschwierigkeiten des Chinesischen in den Mittelpunkt des Lernprozesses gestellt: Erlernen einer tonalen Partikel-Sprache sowie der einzigen, heute noch gebräuchlichen logografischen Schrift.

Grundlage ist das Lehrbuch „Chinesisch Superleicht!  Für Anfänger“ aus dem Dorling Kindesley Verlag (ISBN 978-3-8310-1061-5). Die Übungen der Lern-CD dieses Lehrbuchs stehen jeweils im Mittelpunkt der ersten der Doppelstunde. Zuhause benötigt jeder Teilnehmer zum Abspielen der Lern-CD einen MP3-Player.

Das Erlernen der heute in der VR China und Singapur üblichen vereinfachten (nicht der in Taiwan noch praktizierten klassischen) chinesischen Schriftzeichen erfolgt anhand chinesischer Muster, die mit kalligrafischen Übungen sowie etymologischen Hinweisen verfestigt werden. Die Doppelstunde wird durch Übersichten über die lange chinesische Geschichte und die umfangreiche Kultur ergänzt. Aufgrund der besonderen Schwierigkeit des Chinesischen werden wiederholt Sprachlerntechniken für Nicht-Muttersprachler trainiert. 

Das Hochchinesische ist mit rund 885 Millionen Sprecherinnen und Sprechern die meist gesprochene Sprache der Menschheit. Zugleich gibt sie einen Zugang zu wichtigen chinesischen Dialekten wie z.B. Shanghai-Chinesisch oder Kantonesisch. Auch wird der Rolle der VR Chinas als neuer Wirtschafts-Weltmacht und bedeutendem Wirtschaftspartner Deutschlands Rechnung getragen. Selbst wenn die meisten Kontakte mit jungen Chinesinnen und Chinesen auf Englisch realisiert werden können, wird bei längeren Aufenthalten oder intensiveren Kontakten das Erlernen des Hochchinesischen unabdingbar sein. Hierdurch ergeben sich zugleich günstige berufliche Chancen.

Der Chinesisch-AG richtet sich vor allem an Schülerinnen und Schüler ab einschließlich der Klasse 10. Nach rund zwei Jahren Mitarbeit erreicht die Chinesisch-AG das Niveau des ersten Semesters der Universität.

M. Kurz