8a und b zum Vulkanpark Osteifel

Am 7.04. 2016 machten sich die zwei Schulklassen 8a und b  und Ihre Erdkundelehrerinnen auf den Weg Näheres über den Vulkanismus vor ihrer Haustüre herauszufinden. Dazu ging es mit dem vollbesetzten Bus über den Rhein in die vordere Eifel. Hier - das wussten Alle aus dem Schulbuch- hat in erdgeschichtlich junger Zeit vor ca. 13 000 Jahren ein letzter großer Vulkanausbruch die Landschaft geprägt: der Ausbruch des Laacher-See-Vulkans.

Vorher hatten die Schüler über Ursachen und Auswirkungen von Vulkanismus Einiges  im Unterricht herausgefunden. Diese Beispiele waren allerdings meist weit weg (zirkumpazifischer Feuerring) oder lange her (Pompei). Auch einiges Theoretisches über Plattentektonik, Arten von Eruptionen und Vulkantypen, und die Nutzung durch den Menschen  war den Schülern bekannt. Beim ersten Exkursionspunkt, dem Infozentrum Rauscherpark, kam dieses Vorwissen gut zur Anwendung. Zwei engagierte Vulkanpark-Führer ergänzten dieses mit den Funden und Ausstellungstücken, die der Vulkanismus in der Osteifel hervorgebracht hat. Schon die Römer hatten den Basalt der Schlackenkegel für die Herstellung von Mühlsteinen genutzt. Nach dem zweiten Weltkrieg erlebte die Region Osteifel einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung mit der gestiegenen Bedeutung der Bauindustrie. Heimische Baustoffe waren begehrte Exportartikel und im Falle des Bimssteins, sind sie noch heute gefragt.

Bei der Fahrt zum nächsten Exkursionspunkt konnten die Schüler in der Landschaft Bims- und Steinabbau, die typischen nach dem Abbau tieferliegenden Felder sowie zahlreiche Schlackenkegel (teilweise angebaggert und nur noch zur Hälfte vorhanden) beobachten. Nur der Laacher See Vulkan, in dessen Mitte sich heute ein Maar gebildet hat, zeigte sich nicht. Und das obwohl die Gruppe nur wenige Hundert Meter vom Maar entfernt die Wingertsbergwand besuchte. Der Grund war allen klar: rund um den Laacher See hat sich ein Wall, der sogenannte Tuffring, gebildet. Über diese Erhebung kann man von der Wingertsbergwand aus nicht drüberschauen.  Die Wingertsbergwand  ist ein heute unter Naturschutz stehender sehr hoher Aufschluß am Rande einer Kiesgrube. Hier ist eindrucksvoll zu sehen,  wie sich nach jeder Ausbruchsphase  Material abgelagert hat. Man kann sich vorstellen, wie die heiße Asche, Gase und Steingemische die Landschaft bedeckten.

Der letzte Stopp des Tages führte die Gruppe zu dem Vulkankegel des Nastberges, der zu einer Gruppe Vulkane gehört, die vor ca. 200 000 Jahren ausgebrochen sind, also etwas vor dem Laacher See Vulkan. Daher kann man dort, neben Schlacken, Krotzen und Bomben aller Art, auch Material finden, das während des Laacher See Ausbruchs dorthin verfrachtet wurde. Den Nastberg, bzw, die Überreste dieses Vulkanberges, kann man von innen nach außen durchqueren. Die noch stehende Südostwand kann man besteigen und von dort einen weiten Blick in Eifel und Rheintal genießen. Mit diesen Eindrücken ging es zurück zur Schule- Schüler und Lehrer waren sich einig: dies war ein spannender  und auch sehr schöner Exkursionstag!

S. Schäfer