„Wenn Eltern peinlich und Kinder schwierig werden“

Aller guten Dinge sind mindestens drei! Zum dritten Male konnte der Schulelternbeirat des Werner-Heisenberg-Gymnasiums Dr. Charmaine Liebertz zu einem Vortrag in der Aula begrüßen.  Die Leiterin der Gesellschaft für ganzheitliches Lernen e.V. Köln sprach diesmal über das Thema Pubertät.

Wann beginnt die Pubertät? Dr. Liebertz beantwortete diese Frage wie folgt: „Man kann es riechen!“. Wenn die Schweißdrüsen ihre Arbeit unter den Achseln beginnen, beginnt die Pubertät. „Grundlagen und Tipps zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen in der Pubertät“. So ergänzte Charmaine Liebertz die Überschrift ihres Vortrags, in dem es ihr hervorragend gelang, seriöse Wissenschaftsinformationen auf comedyhafte Art zu transportieren. Mit dieser brillianten Kombination schaffte sie es, ihr Publikum zum Lachen und zum Nachdenken zu bringen.

So erfuhren die mehr als 130 Anwesenden, wie sich das Gehirn während der Pubertät  verändert und welche Konsequenzen dieser Umbauprozess für Sprache und Sozialverhalten der Jugendlichen mit sich bringt. Mit viel Kölner Humor erklärte Dr. Liebertz typisches Verhalten von Pubertierenden und stellte deren Gefühlswelt dar.

Denjenigen, die auf Tipps warteten, empfahl Charmaine Liebertz vor allem Geduld mit den Pubertierenden zu haben. Außerdem sei es wichtig, Vertrauen aufzubauen und zu zeigen, dass man dem Jugendlichen in dieser Phase der Neuorientierung unbedingt zur Seite steht, weil hier „ein wunderbarer Mensch entsteht“. Ferner sollten Eltern ihre pubertierenden Kinder nicht ausschließlich über Leistung, also Schulnoten, definieren, sondern vielmehr als ganze, fantasievolle Menschen sehen. Den Lehrern fällt in dieser Phase die Aufgabe zu, die Stoffvermittlung so aufzubereiten, dass dadurch das Interesse und die Lust am Lernen geweckt werden.  



Zum Abschluss konnte Dr. Liebertz die Anwesenden mit einem Ausblick auf das Ende der Pubertät trösten. Mit „Alles wird gut!“ verabschiedete sie sich von ihrem Neuwieder Publikum, das einen informativen und unterhaltsamen Abend mit lang anhaltendem Applaus belohnte.

Ulrike Hoff